Rückbildung

Als Schwangerschaftsrückbildung bezeichnet man die Rückbildung von Bauchdecke, Gebärmutter, Beckenbodenmuskulatur, Vaginalkanal, Vagina und Hormonhaushalt nach Schwangerschaft oder Geburt. Die Rückbildung ist von Frau zu Frau individuell verschieden, abhängig vom Lebensalter und körperlichen Anlagen, wie die von Bindegewebe, Muskeln und Knochen. Sie kann von wenigen Stunden bis zu zwei Jahren dauern, als Faustregel aber wird die persönliche Schwangerschaftsdauer angegeben.
Unterstützend zur Rückbildung wirken aktives Stillen und körperliche Eigeninitiative wie Rückbildungsgymnastik und sonstige sportliche Aktivitäten. In der Regel werden Kurse zur Schwangerschaftsnachsorge von sämtlichen Krankenkassen voll finanziert, wenn nicht sogar von ihnen selbst angeboten.

Rückbildung der Gebärmutter: der auf das 20ig-fache seiner Größe angewachsene Uterus wird kleiner. Ein paar Stunden nach der Geburt ist die Gebärmutter etwa so groß wie eine Grapefruit. Nach Beendigung des Wochenbetts ist sie ungefähr so groß wie die Faust eines Erwachsenen. Das Gewicht der Gebärmutter, welches gegen Ende der Schwangerschaft circa 1000 Gramm betrug, reduziert sich wieder ungefähr auf 60 bis 70 Gramm.Zur Rückbildung kommt es vor allem durch folgende drei Faktoren:
– Die Nachwehen bewirken ein Zusammenziehen des Muskelgewebes.
– Durch den Östrogenabfall wird das Gewebe nicht mehr so stark durchblutet.
– Das beim Stillen ausgeschüttete Hormon Oxytocin bedingt Kontraktionen des Uterus.

Die Rückbildung kann durch Stillen, Wochenbettgymnastik und frühes Aufstehen und Umhergehen nach der Geburt gefördert werden.